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Lebe wohl, Ego



Das falsche Selbst erwächst aus dem Unbewussten. Es ist ein fragmentiertes Amalgam aus vielen Selbsten, die nur durch eine Fassade der Normalität zusammengehalten werden. Es ist ein geteiltes Haus, das auf einem imaginären Fundament errichtet wurde – ein Vogel mit gebrochenen Flügeln, der nicht fliegen kann.


Das falsche Selbst ist das größte Hindernis (natürlich sind alle Hindernisse eingebildet) auf dem Weg zur Erkenntnis unserer wahren Identität als universelles Sein. Das falsche Selbst ist im Wesentlichen ein psychologischer Prozess im Gehirn, der alle von den Sinnen eingehenden Daten organisiert, übersetzt und ihnen einen Sinn (oder in vielen Fällen auch Unsinn) verleiht.


Wenn sich der psychologische Prozess mit der selbstreflexiven Bewegung des Bewusstseins vermischt, entsteht ein Selbstgefühl. Dieses Selbstgefühl durchdringt dann das Bewusstsein wie eine Art Parfüm und lässt den Geist einen eigentlich psychologischen Prozess fälschlicherweise für eine tatsächlich separate Entität halten, die man als „Selbst“ bezeichnet.


Zu dieser falschen Schlussfolgerung, man sei ein separates Selbst, kommt es schon sehr früh im Leben auf mehr oder weniger automatische und unbewusste Weise.


Adyashanti

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